| Kupfer-Beryllium ist sicher! Kupfer-Beryllium bietet den Konstrukteuren von Kontaktelementen in Baugruppen von Elektro- und Elektronikgeräten eine einzigartige Kombination an Eigenschaften. Sie sind die hochwertigsten Kontaktwerkstoffe insbesondere für Kontaktelemente, die hervorragende elektrische Leitfähigkeit bei gleichzeitiger hoher mechanischer Festigkeit aufweisen müssen - im Besonderen wenn weitere Miniaturisierung gefordert ist. |
Bei einigen Anwendern bestehen jedoch immer noch Bedenken gegen den Einsatz von Kupfer-Beryllium, da man glaubt, dass es durch die neuen EU-Richtlinien zu Verwendungsbeschränkungen oder gar zu einem Verwendungsverbot kommt und diese Werkstoffgruppe als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Eine objektive und sachliche Bewertung der Fakten zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist.
Allgemein ist bekannt, dass Beryllium nur wenn es in der Atemluft in Form feinster Stäube oder Gase vorhanden ist, über die Atemwege aufgenommen wird und hier die Atemwege und Lunge schädigen kann. Die heutige verwendeten technischen Kupfer-Beryllium – Legierungen enthalten nur mehr 0,4 bis 2% Beryllium, so dass allein hierdurch die Gefahr deutlich herabgesetzt ist. Nur die Operationen Feinschleifen, Schweißen und Schmelzen erzeugen möglicherweise lungengängige Partikel, diese sollten daher nur unter Verwendung einer Absaugung oder Abkapselung erfolgen.
In Deutschland wurden seit 1981 vom Ausschuss für gefährliche Arbeitsstoffe (AgA) beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung folgende „Technische Richtlinienkonzentrationen“ (TRK-Werte) aufgestellt.
- Schleifoperationen maximal 5 µg / 1m³ Luft
- Alle übrigen Operationen maximal 2 µg / 1m³ Luft
Diese Werte beziehen sich auf den Beryllium-Gehalt im Gesamtstaub.
Alle anderen Operationen wie z. B. Bohren, Drehen oder Fräsen werden unter Verwendung von Kühlmittel als ungefährlich angesehen. Eine Aufnahme von Beryllium über die Haut ist medizinisch ausgeschlossen und die bloße Berührung harmlos.
Kupfer-Beryllium ist nicht als umweltgefährdend eingestuft, US-Feldstudien haben gezeigt, dass Beryllium kein Material von umweltrelevanter Bedeutung ist. Dieses Ergebnis wird durch unabhängige Laborversuche innerhalb der EU gestützt. Kupfer-Beryllium, das maximal 2% Beryllium in der Legierung enthält, ist stabil, inert und hat keinerlei nachweisbare negative Auswirkungen auf die Umwelt.
Für die Bauelemente- und Gerätehersteller ist die Entwicklung der EU-Gesetzgebung von großer Bedeutung. Regelt dieses doch die Verantwortung für die durch die über den Lebenszyklus der Produkte hervorgerufene Umweltbelastung. Kupfer-Beryllium ist hierbei ein unproblematischer Werkstoff, da es sehr gut recycle fähig ist und die Umwelt nicht gefährdet.
Nach Bewertung der hier aufgeführten Fakten wurden in Januar 2003 Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates verabschiedet.
- Richtlinie 2002/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Januar 2003 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten
- Richtlinie 2002/96/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Januar 2003 über Elektro- und Elektronik-Geräte
- Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. September 2000 über Altfahrzeuge und die Entscheidung 2002/525/EG der Kommission vom 27. Juni 2002 zur Änderung des Anhanges II der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Altfahrzeuge
Die Fakten für Kupfer-Beryllium in diesen Richtlinien sind:
- Keine Angaben über Beschränkungen von Kupfer-Beryllium
- Keine zu erwartenden Beschränkungen, Begrenzungen oder gar ein Verbot für Kupfer-Beryllium-Legierungen
Darüber hinaus verweisen wir auf die Verbände wie der VDA (Verband der Automobilindustrie e. V.) und das IMDS (International Material Data System). Diese empfehlen in ihren veröffentlichten Materialrichtlinien (Deklarations- und Vermeidungslisten) den weiteren Einsatz von Kupfer-Beryllium.
Zusätzliche Informationen zu den Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates, die entsprechenden Auszüge aus den VDA-Listen oder Sicherheitsdatenblatt senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.